Die Geschichte des VTA

Beim Aufbauen der verschiedenen Gaswerke in der ganzen Schweiz hatten alle Gasmeister die selbe Aufgabenstellung, aber am Anfang der Gasepoche konnten sie sich nirgends effizient beraten lassen. Aus diesem Grund kam es 1882 unter dem Wasserbassin des neu erbauten Gasbehälters in St. Gallen zur Gründung des Schweizerischen Gasmeisterverbandes. Die Pioniere dieser Vereinsgründung wurden vom damaligen Gasdirektor Herrn Zimmermann begrüsst. Die folgenden zehn Aufrichtigen:

  • Herr Fritz Habegger Gaswerk St. Gallen
  • Herr Bremgartner Gaswerk Winterthur
  • Herr Beyer Gaswerk Schaffhausen
  • Herr Gerster Gaswerk Basel
  • Herr Hailer Gaswerk Luzern
  • Herr Karrer Gaswerk Bern
  • Herr Morf Gaswerk Zürich
  • Herr Wagner Gaswerk Konstanz
  • Herr Schäffer Gaswerk Zug
  • Herr Fritz Arber Gaswerk La Chaux-de-Fonds

kamen überein, sofort den Statutenentwurf an die Hand zu nehmen um denselben an einer nächsten Versammlung, die auf Einladung von Herrn Arber in La Chaux-de-Fonds stattfinden sollte, vorzulegen. Nach kurzem Beisammensein musste gar schnell wieder Abschied genommen werden. Unser Vereinsschiff hatte seine Fahrt begonnen.

An der 2. Jahresversammlung, an einem Sonntag in La Chaux-de-Fonds im Jahre 1893, konnte der Tagespräsident bereits 10 Mitglieder begrüssen. Die Statuten wurden durchberaten und angenommen.

Ein Vorstand von 2 Mitgliedern wurde gewählt, dies waren:

Präsident

  • Fritz Habegger St. Gallen

Sekretär

  • Fritz Arber La Chaux-de-Fonds

Drei neue Mitglieder wurden mit grosser Freude in den Verein aufgenommen. Nach der Versammlung stand ein Fachvortrag über die Ofenanlagen der verschiedenen Gaswerke im Vordergrund. Über Arbeitszeiten und Arbeitsverhältnisse in den einzelnen Werken wurde diskutiert und beraten. Nach der Versammlung galt ein Besuch dem Gaswerk und nachher ging es per Fuhrwerk nach Le Locle und zum Doubsfall bei Les Brenets. Schon an der ersten Jahresversammlung zeigte sich, dass der Verein grossen Wert auf Erfahrungsaustausch und Fachdiskussionen legt, aber anderseits auch die Kameradschaft unter den Verantwortlichen der Gaswerke gepflegt werden sollte.

Über die bereits vergangenen 100 Jahre der Vereinsgeschichte kann festgehalten werden, dass sich der Verein stetiger Beliebtheit erfreut. Die Mitgliederzahl stieg kontinuierlich; nach 20 Jahren waren es bereits über 80 Mitglieder und heute zählt der Verein 200 Aktiv- und Passivmitglieder. Natürlich begleiteten auch Tiefs und Hochs die langjährige Vereinsgeschichte. Die beiden Kriege gingen am VTA nicht spurlos vorbei. Der über diese Zeiten amtierende Vorstand verstand es mit sehr viel Aufwand und Geschick, das Vereinsschiff auch durch diese stürmischen Zeiten zu steuern. Studienreisen, Jubiläumsversammlungen aber auch die obligaten Generalversammlungen waren immer Höhepunkte des laufenden Geschäftsjahres. Die alle Jahre durchgeführten Fachtagungen im Gas- und Wasserfach zeichneten den VTA als guten Fachverband aus. Er wird auch vom Schweizerischen Brunnenmeisterverband und dem SVGW als kompetenter und vertrauter Partner anerkannt. Im Laufe der langen Vereinsgeschichte wurde auch der Name an die jeweiligen Bedürfnisse angepasst.

1957 aus dem Schweizerischen Gasmeisterverein wurde "Verein Technischer Angestellter der Schweizerischen Gaswerke"

1964 aus dem Verein Technischer Angestellter der Schweizerischen Gaswerke wurde "Verein Technischer Angestellter der Schweizerischen Gas- und Wasserwerke".

Eigenes Vereinsorgan

1932, anlässlich der Jahresversammlung in der Bündner Metropole, ging ein lang ersehnter Wunsch aus Mitgliederkreisen in Erfüllung: Die Gründung und Herausgabe einer eigenen Vereinsschrift "Der Gasmeister". Die Redaktoren dieses Neulings, Paul Gygax, Solothurn, und Karl Kägi, Luzern, hegten und pflegten während Jahren dieses vorerst gewagte Unternehmen. "Der Gasmeister" soll als Bindeglied der Vereinsangehörigen dienen, durch seinen Fachinhalt berufliches Wissen fördern und möglichst viel zur treuen Berufsfreundschaft beitragen.

An der Generalversammlung 1957 in Luzern beantragte der Kollege Hügly, dass der Vereinsname "der Schweizerischen Gasmeister" abgeändert werden soll. Der Name Gasmeister wird in vielen Werken nicht mehr angewendet. Die Versammlung hat den Antrag angenommen und der Verein wurde zum Verein "Technischer Angestellter der Schweizerischen Gas- und Wasserwerke" umgetauft. An dieser Versammlung wurde beschlossen, dass das damalige Bulletin ein neues Outfit erhalten soll. Dem neuen Redaktor, Ernst Schärer, gelang es, ein modernes Bulletin, dass bis zum heutigen Tag in dieser Art erscheint, zu gestalten.

Jubiläen

  • 25 Jahre 1922 an der Jahresversammlung in Zug
  • 50 Jahre 1942 an der Jahresversammlung in Luzern
  • 75 Jahre 1967 an der Jahresversammlung in Biel
  • 100 Jahre 1992 an der Jahresversammlung in St. Gallen

Besonderes

Als Besonderheit kann sicher erwähnt werden, dass die Gasversorgung Konstanz, vertreten durch den Gasmeister Wagner, im Schweizerischen Gasmeisterverband schon bei der Gründung aufgenommen wurde!

Noch vor dem Erreichen des 100. Geburtstages des VTA wurde die LGV "Lichtensteinische Gasversorgung" als Passivmitglied aufgenommen.

1987 erschien das Bulletin erstmals mit dem dreifarbigen VTA-Wappen.

Generalversammlungen im Ausland

  • 1991 Generalversammlung in Schaan FL
  • 1997 Generalversammlung in Konstanz

Studienreisen

  • Stuttgart 1984 Walter Stauber
  • Mailand 1989 Robert Meisel
  • Hamburg 1994 Peter Jauslin
  • Holland/BRD 2000 Konrad Gfeller

10. April 2000, Peter Storz

VTA Fachtagungen und Generalversammlungen